Zur Zulässigkeit von Auf- und Abrundungen bei der Gesellschafterliste nach § 40 I 1 GmbHG

Das Oberlandesgericht Nürnberg musste sich Ende des Jahres 2017 mit der Zulässigkeit von Auf- und Abrundungen bezüglich der Geschäftsanteile in der Gesellschafterliste einer GmbH beschäftigen (OLG Nürnberg, Beschluss vom 23.11.2017 – Az. 12 W 1866/17).

In diesem Zusammenhang entschied das OLG unter anderem, dass die bloße Angabe des Nichtüberschreitens bestimmter Erheblichkeitsschwellen bei Kleinstbeteiligungen – hier: die Formulierung "< 1 %“ – in der Gesellschafterliste zur Bezeichnung der „durch den jeweiligen Nennbetrag eines Geschäftsanteils vermittelten jeweiligen prozentualen Beteiligung am Stammkapital“ jedenfalls derzeit unzulässig ist.

Das bedeutet, nach Ansicht des OLG Nürnberg muss auch bei minimalen Beteiligungen ein genauer Prozentsatz der Beteiligung angegeben werden.