Todesstrafe für Kapitän der Sewol?

Im Strafprozess im Zusammenhang mit dem Untergang der südkoreanischen Fähre Sewol, hat die Staatsanwaltschaft für den Kapitän des Unglücksschiffes, Lee Joon Seok die Todesstrafe gefordert. Er wird neben 3 anderen ranghohen Crewmitgliedern der fahrlässigen Tötung von mehr als 300 Menschen beschuldigt. Bei dem Schiffsunglück am 16.April 2014 waren über 300 Menschen, darunter 250 Schuldkinder ums Leben gekommen. Der Kapitän und seine Crew hatten die Passagiere auf dem sinkenden Schiff angewiesen, in den Kabinen oder auf ihren Sitzen zu bleiben. Viele harrten daraufhin fast eine Stunde lang dort aus. Die Schiffsführung dagegen verließ die sinkende Fähre sofort nach dem Alarm gegeben wurde. Für die drei weiteren ranghohen Crewmitglieder beantragte die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen. In Südkorea ist die Todesstrafe zwar noch nicht abgeschafft worden, allerdings wurde seit 1997 kein Todesurteil mehr vollstreckt.