S & K – Prozess führt die Frankfurter Justiz an die Belastungsgrenze

Es ist alles andere als ein gewöhnlicher Strafprozess, der gegen die Unternehmer von S & K geführt wird. 11.000 geschädigte Anleger, eine Anklageschrift mit mehr als 3.150 Seiten wurde in drei Monaten verlesen, mindestens 60 Verhandlungstage pro Jahr und 884 Zeugen. Der Mammutprozess bringt die Frankfurter Justiz an den Rand der Belastbarkeit.

Ein Anwalt eines Angeklagten hat bereits geäußert, dass er sich nicht vorstellen kann, wie „das Ding hier zu Ende gehen soll.“ Doch nicht nur der ausufernde Prozess ist ein Problem. Ein Ersatzrichter ist bereits ausgefallen. Sollte jetzt noch der zweite Ersatzrichter – aus welchen Gründen auch immer – wegfallen, so könnte der Justiz die Wiederholung des gesamten Prozesses drohen.

Die Staatsanwaltschaft macht das Gericht für die Verfahrensdauer verantwortlich, da es noch nicht entschieden hat, welche Anklagepunkte Gegenstand der Hauptverhandlung werden sollen. Mit Ausnahme eines Angeklagten räumt keiner die Taten ein.

Es bleibt mit Spannung zu erwarten, ob dieser Ausnahmeprozess noch zu einem Ende kommen wird. Sollte der gesamte Prozess noch einmal von vorne beginnen müssen, wäre dies ein erhebliches Problem für die Justiz, das den Angeklagten - auch vor dem Hintergrund der Rechtsprechung zur überlangen Verfahrensdauer - sicher nutzen könnte.