FC Bayern München e.V. bleibt im Vereinsregister

Grundsätzlich darf der Zweck eines eingetragenen Vereins nach § 21 BGB nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet sein. Ein wirtschaftlicher Verein ist nur in Ausnahmefällen rechtlich zulässig (§ 22 BGB). Prof. Dr. Lars Leuschner, Zivilrechtsprofessor an der Universität Osnabrück, hatte angeregt, den FC Bayern München e.V. aus dem Vereinsregister zu streichen, da es sich nach Ansicht des Professors um einen wirtschaftlichen Verein handelt.

Aus einer Pressemitteilung des Amtsgerichts München vom 16. September 2016 (73/16) ergibt sich, dass das Registergericht geprüft hat, ob bei dem Sportverein tatsächlich ein wirtschaftlicher Verein vorliegt, der aus dem Registergericht zu streichen ist. Das Gericht kommt zu dem Ergebnis, dass trotz der Beteiligung des FC Bayern München e.V. an der FC Bayern München AG, keine wirtschaftliche Betätigung vorliegt. Das Gericht verweist hierzu auf das ADAC-Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH vom 29.09.1982 – Az.: I ZR 88/80). Eine Auslagerung von wirtschaftlichen Tätigkeiten auf eine Kapitalgesellschaft muss demnach nicht immer unzulässig sein. Nach Prüfung der Beteiligung des Vereins, kommt auch das Amtsgericht München zu dem Ergebnis, dass die Beteiligung unter das sogenannte Nebenzweckprivileg fällt.

Da es sich lediglich um die Anregung auf Einleitung eines Amtslöschungsverfahrens gehandelt hat, sind gesetzlich keine Rechtsmittel vorgesehen.