Fast 10 Jahre UG haftungsbeschränkt – ein Erfolg?

Im Oktober 2008 wurde die Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt durch das MoMiG eingeführt, um der englischen Limited, die sich zu dieser Zeit in Deutschland ausbreitete, eine deutsche Alternative entgegenzusetzen. Die UG ist wie die GmbH mit ihrer Haftung auf das Stammkapital beschränkt und die Gesellschafter haften wie bei der GmbH ebenfalls nicht persönlich. Aus diesem Grund hatten bei Einführung viele die Befürchtung, dass die gegründeten Unternehmergesellschaften Reihenweise in der Insolvenz landen und die Geschäftspartner letztlich leer aus gehen, weil eben gerade kaum Stammkapital zur Sicherung vorhanden ist. Doch beinahe 10 Jahre nach Einführung der UG haftungsbeschränkt zeigt sich, dass nur zum Jahres Anfang 2018 150.450 Unternehmergesellschaften bestehen (Quelle: Unternehmensregister) und statistisch nur 2% der UGs in die Insolvenz gehen, rund 1% davon masselos (Quelle: Statistisches Bundesamt). Dies ist ein deutlich geringerer Anteil als 2008 befürchtet. Besonders im Vergleich zur Quote der masselosen Insolvenzen bei GmbHs, welche bei 0,7 % liegt.

Die UG hat sich also durchaus bewährt und eine sichere deutsche Alternative zur englischen Limited geschaffen.