Einigung bei der Erbschaftssteuerreform

In letzter Minute konnten sich offenbar Bund und Länder auf einen Kompromiss bei der Erbschaftssteuerreform einigen. Auch für Firmenerben wird es künftig Steuererleichterung geben, auch wenn die Privilegien wohl nicht unerheblich eingeschränkt wurden. Wie genau der Einigungsvorschlag im Detail aussieht, ist derzeit noch nicht bekannt, so dass man hier den genauen Entwurf des Gesetzesvorschlag abwarten muss. Einige Einigungspunkte sind aber bereits durchgedrungen.
So hat sich wohl die CSU bei der sogenannten Bagatellregelung durchgesetzt, so dass wie bisher für Betriebe mit bis zu fünf Arbeitnehmern keine Lohnsummenprüfung stattfinden wird.
Die SPD hat sich offenbar bei der Abschmelzungsregelung durchgesetzt. Zudem wird es ab 90 Millionen Euro Unternehmenswert künftig keine Steuervergünstigungen geben. Außerdem wird nach dem Kompromissvorschlag der Kapitalisierungsfaktor, der für die Bewertung des Unternehmenswertes maßgeblich ist, von 17,86 auf 13,75 gesenkt.
Zuletzt wird wohl eine maximal mögliche Stundungsdauer der Erbschaftssteuer – soweit der Erbe die Steuer nicht sofort begleichen kann - von sieben Jahren den Weg in das Gesetz finden.
Allerdings ist noch nicht sicher, ob dieser Kompromiss auch bei der Abstimmung in Bundestag und Bundesrat akzeptiert wird. Es scheint – wenn es beim Kompromiss bleibt – damit wohl auch in Zukunft sehr günstige Gestaltungsmöglichkeiten bei Unternehmensvermögen zu geben.