Bundeskartellamt: Eventim darf künftig keine Exklusivvereinbarungen mit Veranstaltern treffen

Das Bundeskartellamt hat Eventim die Verwendung von Exklusivvereinbarungen mit Veranstaltern untersagt. Eventim darf zukünftig daher keine Verträge mehr mit Veranstaltern schließen, die dem Unternehmen den exklusiven Ticketvertrieb zugestehen. Laut dem Bundeskartellamt werde dadurch nämlich die Marktmacht zulasten des Wettbewerbs ausgenutzt. Eventim wurde nun aufgegeben – wegen des kartellrechtlich verbotenen Missbrauchs von Marktmacht –, die Verträge innerhalb von vier Monaten anzupassen.

Die von dem Beschluss erfassten Klauseln sehen vor, dass die Vertragspartner Tickets ausschließlich oder zu einem erheblichen Anteil nur über das System "Eventim.net" vertreiben dürfen. Für Vertragspartner von Eventim muss nach den Vorgaben des Bundeskartellamts künftig die Möglichkeit bestehen, mindestens 20 Prozent ihres jährlichen Ticketvolumens nach ihrem freien Ermessen über dritte Ticketsysteme zu vermitteln, sofern die Verträge länger als zwei Jahre oder unbefristet laufen.

Eventim kritisierte die Entscheidung und kündigte an, den Beschluss von einem Gericht überprüfen lassen zu wolle. Das Kartellamt verkenne den lebhaften Wettbewerb im Markt für Ticketdienstleistungen, hieß es.