34 Jahre Erbrechtsstreit – 3,5 Millionen Ausgleich

Nach 34 Jahren hat der Streit um das Erbe des früheren Arag-Chefs Walter Faßbender ein Ende genommen. Das Landgericht Düsseldorf hat nun geurteilt, dass der Sohn des Erblassers seiner Schwester einen Ausgleich in Höhe von 3,5 Millionen Euro zahlen muss.

Der Erblasser Faßbender hatte testamentarisch verfügt, dass sein Sohn sämtliche seiner Anteile am Arag-Versicherungskonzern erhalten soll, seine Tochter sollte hierfür einen Ausgleich bekommen. Nach dem Tod Walter Faßbenders 1972 gab es über die Höhe des Ausgleichs lange Familienzwist bis die Tochter 1983 schließlich Klage erhob.

Der Streit ergab sich aus der Bewertung der Unternehmensanteile. Der Prozess dauerte unter anderem deshalb so lange, weil der Anwalt der Tochter und ein Sachverständiger in der Zwischenzeit verstorben waren. Da die Tochter deutlich mehr als die 3,5 Millionen gefordert hatte, muss sie 70 % der Prozesskosten tragen. Ob sich der lange Streit für sie gelohnt hat?

Die Tochter hat nun Berufung beim OLG eingelegt, es dürfte also noch eine Weile weitergehen.

Anmerkung: Bitte beachten Sie, dass die Dauer des Verfahrens höchst außergewöhnlich ist und ein Erbrechtsstreit zwar langwierig sein kann, aber doch innerhalb einer wesentlich kürzeren Zeit entschieden wird.